"Mach mich glücklich" - Beziehungen aufrecht erhalten

Paarberater Dr. Christoph Hutter referiert auf kfd Regionalkonferenz
Mit einem geistlichen Impuls zum Thema „Liebe und Glück“ des Vorstandsteams der kfd Klein Berssen startete die Regionalkonferenz der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) des Dekanates Emsland-Mitte der Region Hümmling in der Herz-Jesu- Kirche in Klein Berssen.
Der Diplompsychologe und Diplomtheologe Dr. Christoph Hutter sprach anschließend im Dorfgemeinschaftshaus

zum Thema „Mach mich glücklich“ - Beobachtungen eines Paarberaters-“. Als Leiter der Ehe- Familien-, Lebens, -und Erziehungsberatung in Lingen konfrontierteHutter die Frauen mit den Herausforderungen im Alltag von Partnerschaften. Gleich zu Beginn berichtete er, dass jährlich 500.000 Beziehungen in die Brüche gingen. Ein Drittel aber hätte gerettet werden können, wenn sich die Beteiligten vorher die Frage gestellt hätten, was sie eigentlich glücklich macht, stellte Hutter fest und fügte hinzu. „Viele Paare wissen nicht, wie sie eine Beziehung aufrechterhalten können.„Das Bistum sagt auch, dass wir was für unsere Familien tun müssen. Der soziale Kick wird brüchig“.Von daher sei vor allem die Beziehungspflege sehr wichtig.Bei dem typischen Alltagsproblem Hausarbeit müsse es nicht um Gerechtigkeit, sondern um Wertschätzung gehen, so Hutter weiter.Mit dem Wörtchen „Romantik“ wolle er sich nicht anfreunden und warnte vor zu viel „Romantik-Vorstellung“ in der Ehe,denn schließlich käme es auf den Kampf um die Bewältigung des Alltags in einer Beziehung wesentlich mehr an. Hutter ging noch auf den Umgang mit Konflikten ein und empfahl den Frauen, so weit wie möglich ruhig und freundlich seinen Partner auf störende Fehler hinzuweisen. Für jede Kritik am anderen solle es aber auch fünf positive Aspekte geben, die dem Partner,über den Tag verteilt, genannt werden sollen. Hutter sprach von der sogenannten 5 zu 1 Regel. Ebenfalls solle man dem Partner genügend Raum für eigene Interessen lassen. „Es genügt nicht, sich nur auf den gemeinsamen Raum und die gemeinsame Zeit zu konzentrieren, so Hutter. Beim Thema Sexualität gäbe es kein Maß. Wichtig sei nur, dass sich Paare Intimität nicht abgewöhnen sollten.„ Auf einem guten Wege sind Paare, wenn sie sich morgens und abends 20 Sekunden umarmen“, empfahl er abschließend, denn dabei werde das beziehungsstabilisierende Hormon „Oxytocyn“ ausgeschüttet.Er verwies noch auf einige Aussagenvon Papst Franziskus zum Thema Ehe „Man lebt nicht nur zusammen, um immer weniger glücklich zu sein“ oder „Die Freude der Liebe ist auch die Freude der Kirche“. Die Frauen bedankten sich für den interessanten Vortrag mit kräftigem Applaus.
Dekanatssprecherin Helene Griesen erinnerte derweil die Vorstandsfrauen an den bevorstehenden „Tag der Diakonin“ am 27. April in Lathen-Wahn und lud zum Wortgottesdienst um 19.00 Uhr in die St. Antonius-Kirche und zu anschließendem Imbiss ein. Ebenfalls wies sie auf den Weltfriedenstag am 12.09.2017 in Osnabrück hin. Annette Hilmes informierte die Frauen über die Regionalfahrt der kfd-Frauen unter dem Motto „Sehen –Staunen – Verstehen“ zum Kloster Ihlow am 14.08.2017 mit Besichtigung der Klosterkirche und Führung. Verbindliche Anmeldungen zu dieser Fahrt seien bis Anfang August beim Regionalvorstand möglich. Marlies Etmann bedankte sich bei Dr. Christoph Hutter für den interessanten Vortrag und bei dem kfd-Vorstandsteam aus Klein Berssen für den Eingangsimpuls und die hervorragende Ausrichtung der Veranstaltung. Auf der Jahreshauptversammlung in Vinnen waren bezüglich des Lutherjahres Plakate von den Frauen entworfen worden mit der Vervollständigung des Satzes: „Eine frauengerechte Kirche ist für mich, wenn…“. Diese Plakate waren noch einmal bei der Konferenz im Gemeindehaus in Klein Berssen ausgehängt. Geistliche Begleiterin Annette Hilmes beendete die Versammlung mit dem Verlesen eines ermutigenden Liebesbriefes der besonderen Art, einen „Liebesbrief von Gott“ und sagte: „Wir können sicher sein, dass Gott uns liebt. Vertrauen wir auf seine Zusage“.

Weitere Bilder von der Veranstaltung:

           

 

       Text u. Foto: Gisela Arling

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