Der rote Faden des Lebens

Auf der Fähre von Norderney sitzend lese ich die Aprilausgabe der frauundmutter und bleibe bei dem Artikel zur Biografie hängen. Gerade haben wir uns mit einer kleinen Frauengruppe einige Tage auf der Insel eine Auszeit gegönnt - und immer wieder blitzen dabei Fragen nach der eigenen Geschichte auf.

Mit dem Propheten Elija haben wir uns bildlich unter den Ginsterstrauch gelegt und gesagt: "Es reicht - wir wollen eine Auszeit!" Und wir haben uns in die Sonne gestellt, den Wind im Gesicht gespürt und dabei darüber gesprochen, wer in unserem Leben ein Engel war. Wer hat mich gestärkt und angerührt, so dass ich meinen Lebensweg weitergehen kann.

 

Bei Lesen des Artikels entdecke ich vieles wieder: sich aussöhnen mit der eigenen Biografie, damit ich gestärkt den nächsten Schritt gehen kann. Oder: aus meiner Geschichte lernen, weil ich viele gute Erfahrungen eingesammelt habe, die mich tragen, wenn es mir einmal schlecht geht. Und: es überrascht mich immer wieder, wie viele Schätze ich in meiner Vergangenheit entdecken kann.

Es sollten noch viel häufiger Gelegenheiten geschaffen werden, die eigene Biografie zu lesen. Wunderschön sind Bücher wie "Oma erzähl mal". Die Anregungen zum weitergehen mit dem Thema sind umfangreich und wirklich einfach um zu setzen.

Katrin Brinkmann

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